3. September 2019 – Camargue

Hier in der Camargue haben wir vor einem Jahr wunderschöne, unbeschwerte, fröhliche Tage verbracht, nichts ahnend, dass es für Wish die letzten Ferien seines Lebens sein werden. Wish und Chesley sind zusammen gerannt und im Meer geschwommen, haben sich genüsslich im Gras gewälzt. Zwischendurch ein kleines Training im Garten von Les Amandes (für Wish und mich stand ja die Wasserarbeits-Schweizermeisterschaft vor der Tür) und daneben viel Zeit zum kuscheln. Es war einfach nur schön. Jetzt, wo wir wieder da sind, kommen so viele Erinnerungen hoch, Erinnerungen an diese wunderbare Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war, bevor nur zweieinhalb Wochen später das Unfassbare seinen Lauf nahm. All diese Erinnerungen lösen in mir immer noch grosse Trauer und Schmerz aus. Wish, Du fehlst mir immer und überall

 

 

25. August 2019 – Ausstellung in Burgdorf

Work meets Show zum Sechsten

Chesley kriegt an der RCS Clubshow in Burgdorf von der englischen Richterin Janis Ward ein VORZÜGLICH, 2. Platz und erhält zusätzlich das RCAC (Reserve CAC) Wir waren zwar nur 2 Teams in der Zwischenklasse, aber wenn ich mir das nicht nur eingebildet habe, hat die Richterin recht lange hin und her überlegt, welchem der beiden Rüden sie den ersten Platz vergibt  Ich finde es einfach nur toll, dass wir so ganz unverhofft so erfolgreich unterwegs sind an den Ausstellungen Die Ankörung ist ja nun geschafft, aber mit solch schönen Bewertungen macht es einfach Spass, ab und zu an einer Show teilzunehmen 

Hier der Richterbericht von Janis Ward (GB):

Free and easy mover, lovely dog gold boy, so well muscled, a smaller size, sweet expression, at one with handler.

Wir hatten übrigens die Ehre, zusammen mit unserer Mentorin Monika Steffen und Lionel, einem Rüden aus ihrer Zucht, im Ring anzutreten Vielen herzlichen Dank, liebe Monika, für Deine wertvolle Unterstützung seit Chesleys Welpenzeit und nochmals ganz herzlichen Glückwunsch zu Eurem 1. Platz!

In Burgdorf gab es auch ein Wiedersehen mit Miriam und Ludi Di Censo und ihren beiden wundervollen Hündinnen Shila, Chesleys Braut, und ihrer Tochter Gwendy. Ludi hat mit Gwendy an der Ausstellung teilgenommen, Gwendy erhielt ein „sehr gut“ mit einem sehr schönen Richterbericht. Eva Gugelmann kam mit Shilas Sohn Gin (Bruder von Gwendy) ebenfalls an die Ausstellung, auch Gin erhielt ein „sehr gut“. Nach dem Ausstellen machten wir eine kleine Fotosession  und dann gings zur lange ersehnten Abkühlung an die Emme.

 

 

 

12. August 2019 – Wish

Heute vor einem Jahr ging mein ganz grosser Traum in Erfüllung, wir haben in Arbon das Wasserarbeitsbrevet (WAH Klasse 4) bestanden. Du hast während der ganzen Prüfung pure Freude ausgestrahlt, Du warst in der Blüte Deines Lebens. Ich vermisse Dich immer noch wie am ersten Tag. Gestern waren wir wieder in Arbon, es war ein sehr emotionaler Tag für mich, ein einziges Wechselbad der Gefühle. Am Ort des grössten Glücks sind Trauer und Schmerz um so grösser. Aber ich bin überzeugt, dass Du mit uns dort warst und Chesley und mich an unserer ersten Prüfung begleitet hast. Als wir nach Hause kamen, erschien über Ittigen ein wunderschöner Regenbogen. Bestimmt hast Du mir diesen geschickt. Miss you so much, little big boy…

 

 

 

11. August 2019 – Wasserarbeitsprüfung in Arbon

Chesley und ich bestehen heute in Arbon die Wasserarbeitsprüfung in der Klasse 1 mit 97 (von 100) Punkten in der Landarbeit und 165 (von 200) Punkten in der Wasserarbeit In der Gesamtqualifikation erreichten wir mit den 262 Punkten zwar nur ein „gut“, belegten mit diesem Resultat jedoch den 2. Rang von 9 gestarteten Teams!

Zwei kleine Unaufmerksamkeiten von Chesley in der Leinenführigkeit bzw. Freifolge und eine Körperhilfe von mir für die Sitzposition beim „Platz / Sitz in der Grundposition“ führten zu den drei Punkten Abzug in der Landarbeit. Bei der Wasserarbeit hatte Chesley Mühe, am Anfang der Übungen die Fussposition einzunehmen, die Wellen, welche gegen die Treppenstufen klatschten, haben uns immer wieder ins Gesicht gespritzt und solche Bedingungen hatten wir bisher noch nie im Training. Auch hätte Chesley die Fusspositionen am Ende der Übungen ein wenig schneller einnehmen dürfen und bei einer Übung fiel der Gegenstand zu Boden, als ich ihn entgegennehmen wollte. Diese Einschränkungen kosteten uns etliche Punkte. Die Übungen selbst hat Chesley aber supergut ausgeführt und ich bin total happy über unser Resultat! Klasse 2, wir kommen…

Ganz herzlichen Dank an meine Trainerin Barbara Berger, welche mit mir die Übungen der Landarbeit sorgfältig in kleinsten Teilschritten aufbaut und für jedes Problem die passende Lösung findet. Du bist unbezahlbar!

Herzlichen Dank auch an „meine“ ganze Wasserarbeitsgruppe, welche uns beim Aufbau der Wasserarbeitsübungen tatkräftig unterstützt. Gute Figuranten sind Voraussetzung für einen erfolgreichen Aufbau – Ihr macht das super!

Irène hat alle Übungen unserer Prüfung gefilmt, deshalb gibt es dieses Mal nur von vorher und nachher Bilder.

 

 

4. August 2019 – Limetrees-Treffen

Heute haben Susanne Bergendahl und Andreas Häckel, die Züchter von Chesley, zu einem Limetrees-Treffen eingeladen. Zahlreiche Besitzer sind zusammen mit ihren Lindenbäumchen der Einladung gefolgt, Chesley und ich waren ebenfalls dabei. Nach einem leckeren Brunch gab es die Möglichkeit bei „walk and work“ (gemeinsamer Spaziergang, unterbrochen von verschiedenen Dummy-Aufgaben) oder bei der Gruppe, die auf dem Hof blieb und dort verschiedene Übungen erarbeitete, mitzumachen. Chesley und ich haben uns der Gruppe „walk and work“ angeschlossen und erlebten einen abwechslungsreichen Nachmittag mit spannenden Aufgaben und interessanten Gesprächen. Zurück auf dem Hof gab es ein leckeres Dessertbuffet und wer Lust hatte, konnte an Andreas‘ Fotoshooting teilnehmen. Dabei sind diese lustigen Bilder entstanden:

Neben dem Austausch mit Susanne und Andreas und den Limetrees-Besitzer, war es sehr spannend zu sehen, wie sich die anwesenden Wurfgeschwister von Chesley entwickelt haben. Alle sind zu wundervollen jungen Hunden herangewachsen und bereiten den Besitzern sehr viel Freude. Natürlich durfte auch ein Familienbild nicht fehlen:

von links nach rechts: Mama Lotta, Frieda, (Flying) Chesley, Fjella und Fiene

Vielen herzlichen Dank, Susanne und Andreas für diesen schönen Tag bei und mit Euch!

 

 

 

27. Juli 2019 – Wurfplanung mit Chesley und Shila bei LUMI’s Golden

Chesley darf bald heiraten! Heute haben wir Miriam und Ludi Di Censo und ihr wunderbares Hunderudel besucht. Chesley durfte erst Shila, dann Gwendy und schliesslich auch noch Jenny und Nico kennenlernen und hat sich mit allen Hunden sehr gut verstanden. Mit Shila und Gwendy dann schlussendlich etwas ZU gut, sodass ich den bisherigen Gentleman auf einmal bremsen musste 🙂 Er wollte schon mal für die Hochzeit üben – oder so… 😉 Es ist nicht selbstverständlich, dass ein unkastrierter Rüde so diskussionslos im eigenen Zuhause aufgenommen wird, ich bin beeindruckt vom LUMI’s Rudel! Shila wird wahrscheinlich etwa im November läufig, ich freue mich sehr auf diese Verpaarung. Einen lieben Dank an Miriam und Ludi für das Vertrauen!

Weitere Infos siehe www.lumisgolden.ch

 

 

2. Juli 2019 – Zuchtbewilligung

Hipphipp, hurraaa, die Zuchtbewilligung ist da!!!

Nun ist es also offiziell Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob Chesley die eine oder andere Hochzeit feiern wird…

Limetrees Golden Flying Chesley
Gaytonwood Mull x TQ Karlotta Savannah
http://www.k9data.com/pedigree.asp?ID=903779

 

 

16. Juni 2019 – Wesens- und Anlagetest in Aarburg

Limetrees Golden Flying Chesley, der Goldenjunge mit der Lizenz zum Decken

Heute besteht Chesley in Aarburg den Wesens- und Anlagetest und hat damit die letzte Hürde auf dem Weg zur Zuchtzulassung gemeistert – und wie!!! Er hat mit seinem ausgeprägten On-/Off-Switch die Richter beeindruckt Wenn wir dran waren, war er sofort voll da, mit Begeisterung für alle und alles und mit viel Freude, und wenn warten angesagt war, weil die anderen Hunde beurteilt wurden, hat er sich entspannt neben mich gelegt

Beim frei laufen lassen ist er dem zweiten Rüden in der Gruppe, welcher ihn zweimal heftig provozierte, ganz cool begegnet und hat damit dafür gesorgt, dass die Stimmung friedlich bleibt, beim Spiel mit mir und anschliessend mit dem Richter war er voller Elan dabei, im Bereich der optischen und akkustischen Umwelteinflüsse hat er sich selbstsicher und sehr interessiert gezeigt und sich alles aus der Nähe angeschaut und beim Apportieren aus der Line, rannte er nach dem Schuss in vollem Tempo los und brachte mir das Dummy unverzüglich. Einzig im Bereich, wo vier mit Fasanenduftstoff versetzte Dummies versteckt sind und man ohne Suchkommando mit dem frei laufenden Hund unterwegs ist, war Chesley im Spaziermodus und „musste“ über jede Stelle drüberpinklen, wo der als erstes gestartete Flat-Rüde direkt zuvor markiert hat. So hat er letztendlich nur eines der vier Dummy angezeigt. Der Richter hat mir bei der Besprechung gesagt, dass dieses „Phänomen“ gerade bei jagdlich geführten Hunden interessanterweise nicht selten auftrete. Es sind halt (zum Glück) keine Maschinen und ich kenne ja Chesleys Nasenqualitäten Am Wasser war Chesley dann wieder „ganz der alte“ und ist nach kurzer Inspektion des Ufers ins Wasser gehüpft und losgeschwommen

Und was mich noch zusätzlich extrem freut: Chesley hat auch den Formwert ohne Auflagen bestanden!!! Er entspricht demnach, trotz etwas leichterem Körperbau, auch nach Beurteilung der Schweizer Richterin dem Rassestandart. Unsere beiden Ausstellungsresultate „vorzüglich“ und „sehr gut“ wurden also quasi bestätigt!

Ich bin mächtig stolz, Chesley an meiner Seite haben zu dürfen und freue mich riesig, dass sein wunderbares Wesen heute noch „amtlich bestätigt“ wurde

Liebe Susanne, lieber Andreas, vielen herzlichen Dank für diesen rundum tollen Goldschatz, der mir mit seinem ausgeprägten „will to please“ und seiner charmanten und fröhlichen Art einfach nur Freude bereitet! ❤️

 

 

9. Juni 2019 – Wish

Heute würdest Du 7 Jahre alt, mein über alles geliebter Wish – erst 7 Jahre.

Vor einem Jahr haben wir in Oberwald Deinen 6. Geburtstag gefeiert. Niemals hätte ich gedacht, dass es Dein letzter sein wird… Ich vermisse Dich noch immer wie am 1. Tag und heute fällt es mir ganz besonders schwer, dass Du nicht mehr bei mir bist Ich bin mit Chesley in Todtmoos im Dummytraining, wo ich mit Dir vor zwei Jahren war. Du hast es geliebt, hier über die weiten Felder zu düsen und auf sehr grosse Distanzen die Dummies zu apportieren – Distanzen, die wir in der Schweiz nur selten trainieren können. Mein geliebter Wish, Ich drück‘ Dich ganz fest und schicke Dir ganz viele Knudler in den Hundehimmel. Feiere mit Deinen Brüdern Jasper und Mana eine riesen Party und lasst es Euch gut gehen.

 

6. Juni 2019 – Jannik

Heute ist Dein Geburtstag, lieber Jannik, heute vor 22 Jahren bist Du zur Welt gekommen. Fühl Dich fest gedrückt und geknuddelt von mir!

 

 

27. Mai bis 1. Juni 2019 – Dummytrainingswoche in Mélisey

Eine traumhafte Dummytrainingswoche in Mélisey (Frankreich) unter der Leitung von Claudia von Känel liegt hinter uns. Eine tolle Kursleiterin, tolle Leute, tolle Hunde, leckeres Essen – was will man mehr? Chesley hat gelernt über einen Zaun und vom Boot zu springen, durfte erstmals in Wiesen mit sehr hohem Bewuchs arbeiten, wo die (Über)sicht auf grosse Distanz schon mal verloren gehen kann, wovon er sich aber nicht wirklich beirren liess. Auch Arbeiten ins und übers Wasser kamen nicht zu kurz, das Gelände in Mélisey ist sehr vielfältig. Ich bin total begeistert, wie Chesley die verschiedenen Herausforderungen gemeistert hat! Wir haben oft Elemente einzeln geübt und danach mehrere zusammengehängt. Beispielsweise haben wir die Hunde zuerst über den Zaun abgerufen, sie danach über den Zaun geschickt um ein Mark und ein Memory zu holen, anschliessend sind wir in die Nähe des Sees und haben sie ein Mark aus dem See apportieren lassen. Schliesslich haben wir uns hinter dem Zaun aufgestellt, mittels Bumper flog ein Mark in hohem Bogen in den See hinaus und wir schickten die Hunde über die Wiese, über den Zaun, wieder über die Wiese, über den Damm am Seeufer ins Wasser um das Mark zu holen. Das war eine Gesamtdistanz von ziemlich genau 100 Metern. Chesley zögerte nur kurz beim Einstieg in den See, den Rest der Übung machte er einwandfrei, sogar das Dummy behielt er nach dem Ausstieg aus dem Wasser im Fang und hat es mir über Damm, Wiese, Zaun, Wiese direkt in die Hand apportiert.

Toll war auch, dass wir sehr viel mit Schuss trainiert haben, was wir zu Hause praktisch nie können.

An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Claudia von Känel für die kompetente Leitung und die super Tipps und den beiden „Mitfotografinnen“ Claudia Colmano und Alexandra Frey, welche die nachfolgenden Bilder von Chesley und mir gemacht haben.

 

 

19. Mai 2019 – Ausstellung in Montricher

Work meets Show zum Fünften

Was für ein Tag!!! Wir haben es tatsächlich GESCHAFFT!!! Chesley wurde heute an der Retriever Clubshow in Montricher vom französischen Richter Philippe Lammens mit SEHR GUT bewertet und damit hat er den Formwert für die Körung bestanden! Wenn das kein Grund zum feiern ist… Juppiduppiduuuli

Auch der Richterbericht ist wiederum umwerfend:

Super tempérament, tête correcte avec une très belle expression et pigmentation, bonne encolure, excellente ligne de dos et attache du fouet, avant-bras pourrait et épaules pourraient être plus obliques, très belle angulation arrière, cage thoracique bien descendue, bonne qualité de poil et d’ossature de pieds, mouvement actif.

Chesley kann sich vor lauter Freude noch nicht so richtig beherrschen, wenn der Richter mit ihm Kontakt aufnimmt, daran arbeiten wir noch… Allerdings hat dies bisher kein Richter in irgend einer Weise negativ bewertet, im Gegenteil, die sagen immer, er sei ein äusserst freundlicher Bub

Irène Wyss hat uns nach Montricher begleitet und fleissig fotografiert und gefilmt – vielen herzlichen Dank, Irène

 

 

5. Mai 2019 – Jannik

7 Jahre ist es her, seit Du über die Regenbogenbrücke gegangen bist, lieber Jannik. Der 5. Mai 2012 war ein sehr trauriger Tag, keine Frage. Aber wir hatten beide lange Zeit, uns auf diesen Tag einzustellen. Du durftest 14 Jahre und 11 Monate alt werden, älter als ich mir je zu träumen gewagt hätte. Deshalb war neben der Trauer über den Abschied von Anfang an auch eine grosse Dankbarkeit für ein rundum erfülltes Leben da, neben dem weinenden auch ein lächelndes Auge. Dein Leben war ein riesengrosses Geschenk, das ist mir seit dem viel zu frühen Tod von Wish noch mehr bewusst geworden. Passt gut aufeinander auf, falls Ihr Euch bereits begegnet sind.

 

 

­

17. März 2019 – Ausstellung in Münsingen

Work meets Show zum Vierten
Ich bin baff, geflasht und überwältigt! Chesley kriegt heute an der Ausstellung in Münsingen von der englischen Richterin Lynn Kipps (GB) ein VORZÜGLICH 😀 und einen wunderbaren Richterbericht:

Super temperament in rich golden coat. Excellent head and expression. Stands four square with a very attentive expression. Displayed level topline, correct tailset, balanced angles front and rear. He moved excellently, very stylishly with good reach and drive. Excellent.

Ich freue mich RIESIG über diese Bewertung, denn sie ist auch ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Zuchtzulassung! Nun brauchen wir noch ein zweites Ausstellungsresultat mit mindestens der Bewertung „sehr gut“ und dann ist Chesley vom Formwert her die Zuchtzulassung ohne Auflagen garantiert, egal was er bei der Körung für eine Bewertung kriegt 😀 Es lohnt sich eben doch, dran zu bleiben…

Liebe Susanne, vielen herzlichen Dank für diesen tollen Showgolden

Ein herzliches Dankeschön an Monika Steffen-Uhler für Deine Unterstützung und die fachkundigen Tipps und Anweisungen! Ohne Dich hätten wir das nicht geschafft!

 

31. Dezember 2018 – Ein Jahr geht zu Ende

Ein Jahr geht zu Ende, ein Jahr mit vielen freudigen und schönen Ereignissen, bis es auf einmal ganz anders kam…

Am 16. Januar zog der kleine Chesley bei uns ein und bereichert seither unser Leben. Chesley hat einen wundervollen Charakter, er steht mit allen vier Beinen auf dem Boden – ausser wenn er gerade auf ein Dummy „zufliegt“ natürlich… – und war mit seiner Gelassenheit die ideale Ergänzung zu Wish. Wish und Chesley waren bereits nach kurzer Zeit gute Freunde. Mit Chesley konnte Wish auf retrieverart spielen und in Chesleys Anwesenheit wurde Wish bei Begegnungen mit anderen Hunden auf einmal viel entspannter. Alles hat sich so wundervoll entwickelt.

Unsere Wasserarbeitssaison (Wasserrettung, nicht Dummy-Wasserarbeit) begann mit einer wunderschönen Woche am Waginger See. Mit Wish konnte ich in der Ausbildung dort anknüpfen, wo wir im Herbst 2017 aufgehört hatten und so war unser Ziel für die Saison relativ schnell definiert: Wir wollen das Wassarbeitsbrevet absolvieren! Chesley konnte erste Erfahrungen mit dem Element Wasser machen und hat sich im Verlauf der Wassersaison Schritt für Schritt an das kühle Nass herangetastet.

Wish und ich waren auch in der Dummyarbeit fleissig und so sind wir am 10. Juni nach einer längeren Pause wieder einmal an einem Working Test gestartet und haben diesen mit einem „gut“ bestanden. Daran lässt sich anknüpfen, habe ich mir gedacht und meldete uns für den Working Test vom Oktober im Jura an. Chesley hat auch bereits im Welpenalter grosse Freude an den Dummies gefunden, mit dem eigentlichen Training habe ich mit ihm aber erst im Alter von 9 Monaten begonnen.

Am 12. August war es so weit, Wish und ich traten an der Wasserarbeitsprüfung in Arbon zum Wasserarbeitsbrevet (Klasse 4) an. Wish war an diesem Tag noch fröhlicher als sonst und hat alle Aufgaben mit Bravour gemeistert. Und so erfüllte sich dann mein lange gehegter Traum: Wir haben das Wasserarbeitsbrevet bestanden und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 283 von 300 Punkten, Qualifikation „sehr gut“! Damit aber noch nicht genug: Wir durften auch das zweite mal in Folge an der Wasserarbeits-Schweizermeisterschaft starten, welche am 16. September in Beckenried ausgetragen wurde. Obwohl Wish drei Tage zuvor das erste Mal sein Futter nicht vollständig aufgegessen hatte, war er an der SM topfit und hat sehr freudig und engagiert gearbeitet. In der Landarbeit haben uns leider 5 Punkte zum Bestehen der Prüfung gefehlt, die Arbeiten im Wasser haben wir aber mit der Qualifikation „sehr gut“ bestanden. Das nächste Jahr werden wir es bestimmt schaffen, wir haben ja noch Zeit – dachte ich… und dann ging alles ganz schnell…

Der viel zu frühe und so plötzliche Tod von Wish hat mich völlig aus der Bahn geworfen, noch heute ist es für mich unfassbar, dass er nicht mehr da ist. Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man. Aber das braucht wohl sehr viel Zeit… Und so geht für mich das bisher traurigste Jahr meines Lebens zu Ende.

Die Anteilnahme an Wishs Tod war für mich überwältigend, so viele liebe Menschen haben mir ihr Mitgefühl ausgedrückt, ich schreibe „Menschen“, weil mir im Facebook auch viele etwas unter meine Nachricht geschrieben haben, welche ich gar nicht persönlich kenne. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals von Herzen bei allen für die seelische Unterstützung und gedankliche Begleitung bedanken und wünsche Euch allen einen guten Start ins neue Jahr!

Liebes 2019! Du musst mir nichts bringen. Hauptsache Du nimmst mir niemanden weg…

Fotos: Clasa Art

 

 

20. Dezember 2018 – Erklärung zu HD/ED-Auswertung

Heute konnte ich mit Prof. Dr. Mark Flückiger der Dysplasiekommission Zürich sprechen, er hat Chesleys Röntgen ausgewertet. Der Norbergwinkel sei bei Chesley in Ordnung. Zwei Bewertungspunkte seien aber nicht optimal: Er habe ein etwas eingezogenes Pfannendach, im optimalen Fall müsste das Pfannendach gerade nach unten verlaufen. Das sei häuig ein Zeichen, dass halt doch eine leichte Lockerheit der Hüftglenke vorhanden sei. Weiter laufe der vordere Pfannenrand horizontal aus, anstatt dem Gelenkskopf entlang etwas nach hinten. Diese beiden Kriterien hätten die Bewertung B1 ergeben, also zwar ein B, aber in der besseren Hälfte. Funktionell sollte Chesley aber keine Probleme haben – hat er auch nicht. Offiziell wird bei uns leider nicht zwischen 1 und 2 unterteilt, deshalb ist ein B einfach ein B. Chesleys Bruder Q lebt im Graubünden und wurde (auch von Herrn Flückiger) mit A/A, 0/0 ausgewertet. Das relativiere Chesleys B1 auch nochmals. So, nun weiss ich Bescheid – bin froh, dass ich angerufen habe. Herr Flückiger ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner und gibt bereitwillig und verständlich Auskunft.

Und auch wenn ich mir trotz allem ein A/A gewünscht hätte: Dank diesen sehr strengen Auswertungskriterien konnte bei den Golden Retrievern in der Schweiz die HD in den letzten 20 Jahren drastisch reduziert werden. Das ist nicht nur eine Ausage von Herrn Flückiger, das kann ich anhand der Auswertungen, die jeweils in der Retriever-Zeitung publiziert werden absolut bestätigen!

 

 

15. Dezember 2018 – Ergebnisse HD/ED-Röntgen

Das angespannte Warten hat ein Ende…
Heute war Chesleys HD/ED-Auswertung im Briefkasten:

HD: B/B
ED: 0/0
LSW: 0

Ich muss gestehen, ein klein wenig ernüchtert bin ich schon, wo doch alles nach HD A/A ausgesehen hat… Würde mich jetzt schon interessieren, was da nicht ganz in Ordnung sein soll… Die Röntgen gehen jedenfalls nun auch nach Deutschland, warten wir mal ab, was dort rauskommt. Am offiziellen Befund wird es nichts ändern, aber trotzdem…

 

9. Dezember 2018 – RCS Weihnachtsausstellung

Chesley und ich sind heute an der Retriever-Weihnachtssausstellung in Olten in der Jugendklasse gestartet. Chesley erhielt von der Richterin Paula Edwards (GB) ein „gut“ mit folgendem Bericht:

Working type, being finer than is required of the breed standard, lacks overall balanced, being rather tall on the leg for deepth of body, however does have kind expression with dark eye, and moved with good extension in the forehand and hindquarter. Presenting in good hard condition.

Nun, Chesley ist ja noch nicht fertig entwickelt, da geht schon noch was.

Ich habe grosse Freude wie er sich im Showring gezeigt hat, er war voll auf mich konzentriert und liess sich überhaupt nicht ablenken vom ganzen Lärm und der Action rund um den Ring.

Und auch wenn er dieses Mal nur ein „gut“ kriegte, ausserhalb des Showrings war er DER Hingucker. Kaum jemand ging einfach an uns vorbei. „Wow, was für eine schöne Farbe“, „endlich mal ein richtig goldener Golden“ und „der ist aber richtig schön schlank“ sind nur ein paar Beispiele der erhaltenen Komplimente.

Am meisten freut mich, wie cool Chesley in der ganzen Menschen- und Hundemenge geblieben ist, nicht nur im Showring, auch ausserhalb. Er konnte „umringt“ von wildfremden Menschen und Hunden relaxt abliegen, teilweise sogar so relaxt, dass er sich auf den Rücken legte.

 

 

7. Dezember 2018 – HD/ED-Röntgen

Heute war ich mit Chesley bei Patrick Blättler zum HD/ED-Röntgen. Während Patrick und Frau Kolbaum am Röntgen waren, wurde mir die Wartezeit mit Kaffee und Kinder Bueno verkürzt. Ich musste zwar gar nicht lange warten, bereits nach 5 Minuten hat Patrick den narkotisierten Chesley aus dem Röntgenzimmer ins Nebenzimmer getragen, in welchem er noch eine gute Stunde weiterschlafen durfte, bevor er mittels Aufwachspritze wieder aus der Narkose geholt wurde. Ich durfte mich zu ihm setzen und wurde mit einem weiteren Kaffee und Kinder Bueno bedient – das ist Service 🙂 Kurz bevor Chesley die Aufwachspritze erhalten hat, zeigte mir Patrick die Röntgenbilder. Es sehe alles sehr gut aus, eigentlich müsste das Ergebnis A/A, 0/0 lauten. Das wäre ja supertoll! Aber die Gewissheit habe ich erst, wenn die offizielle Auswertung da ist. Die Anspannung bleibt also noch bestehen.

 

 

21. November 2018 – Chesley hat Geburtstag

Der erste News-Eintrag, seitdem mir Wish entrissen wurde. Während ich immer noch versuche zu begreifen was passiert ist, läuft die Zeit unaufhaltsam weiter. Und so schreiben wir heute bereits den 21. November, Chesleys Geburtstag.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe zu Deinem 1. Geburtstag, kleiner Mann! Danke, dass Du in unser Leben gekommen bist. Danke, dass Du Wish in den letzten Monaten ein toller Kumpel und Spielgefährte warst und damit sein viel zu kurzes Leben zusätzlich bereichert hast. Mit Dir konnte Wish auf retrieverart spielen und in Deiner Anwesenheit wurde er bei Begegnungen mit anderen Hunden auf einmal viel entspannter. Und danke, dass Du für mich da bist, seit mein Herz voller Trauer ist.

 

3. Oktober 2018 – Die Welt steht still…

Zomarick Sir Wishmaster – Wish
09.06.2012 – 03.10.2018

Die Welt steht still…
Machs gut, mein wunderbarer Freund, irgendwann werden wir uns wiedersehen, ganz bestimmt!

Angefangen hat alles damit, dass Du am 13. September 2018 einen Teil Deines Mittagessens stehen gelassen hast und Dir ab da immer mal der Appetit wegblieb. Ein Tierarztbesuch gab keinen Aufschluss über den Grund; etwas mehr Schleim im Hals als normal und leichte Temperatur, welche am nächsten Morgen aber wieder normal war. Du warst ansonsten aber topfit, am 16. September sind wir ja noch an der WAH-Schweizermeisterschaft gestartet. Dann nach diesem Wochenende die Feststellung, dass Deine Wirbelsäule auf einmal so gut sichtbar ist und erst der Verdacht auf ein Rückenproblem. Ich habe einen Termin bei Deinem Orthopäden Patrick Blättler vereinbart für den 25. September. Am Wochenende vor dem Termin bemerkte ich, dass Dein Bauch immer runder und runder wird und da hatte ich schon ein ungutes Gefühl. Anstelle des Termins bei Patrick, meldete ich Dich schliesslich zum Ultraschall an und meine Befürchtung, dass da in Dir drin was gar nicht gut ist, wurde leider bestätigt: Leber riesengross, Milz und Lymphknoten ebenfalls vergrössert, freie Flüssigkeit im Bauchraum. Die Gewebeproben ergaben dann am 26. September die unfassbare Diagnose Lymphdrüsenkrebs.

Wir wurden ans AOI (Animal Oncology and Imaging Center) in Hünenberg überwiesen und erhielten dort für den 1. Oktober einen Termin bei Frau Gloor. Ich befürchtete, dass uns die Zeit davonrennt und habe versucht einen früheren Termin zu kriegen, aber da war absolut nichts zu machen. Meine Befürchtung wurde leider bestätigt. Dein Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag, sodass ich mir schon grosse Sorgen machte, dass Du es nicht bis zum 1. Oktober schaffst. Dein Appetit wurde immer weniger und in der Wohnung wurdest Du immer ruhiger bzw. teilnahmsloser, Dein Bauch wurde immer grösser. Dann war er endlich da, der 1. Oktober. Im AOI Center hat uns Frau Gloor gesagt, dass Du aufgrund der bestehenden Befunde unter engmaschiger Chemotherapie noch 9 bis 12 Monate mit guter Lebensqualität haben kannst. Um aktuelle Befunde zu erhalten ging Frau Gloor mit Dir zum Thoraxröntgen und anschliessend wurdest Du im Beisein von mir und Irène dann nochmals mittels Ultraschall untersucht. Das Thoraxröntgen sah gut aus, in der Lunge waren keine Metastasen zu sehen. Aber im Ultraschall wurde ein weiterer grosser Tumor im Darmbereich festgestellt, welcher 6 Tage zuvor noch nicht da war!!! Mit diesen neuen Befunden gab Dir Frau Gloor mit der engmaschigen Chemotherapie nur noch 4 bis 6 Monate. Die Chemo hätte aber in Deinem schlechten Zustand nicht direkt begonnen werden können und ich wusste auch gar nicht, ob ich Dir trotz guter Prognosen in Bezug auf Dein Wohlbefinden, eine solche wirklich zumuten will.

Mein grösstes Anliegen war, dass Du Dich zumindest für ein paar Tage nochmals richtig wohl fühlen kannst, bevor Du diese Welt verlassen musst. Frau Gloor schlug vor, die Chemo-Vorbehandlung zu machen, welche aus einer „Energiespritze“ und Cortison besteht und Dich innerhalb von 24 bis spätestens 48 Stunden wieder fit machen würde. Du fühlst Dich besser und ich habe ein wenig mehr Zeit zu Entscheiden wie es weitergehen soll. Das klang gut und wir machten diese Behandlung. Leider kam es aber anders als versprochen. Dein Zustand hat sich nach dieser medikamentösen Behandlung weiter verschlechtert. Gestern waren wir zwar insgesamt noch 1,5 Stunden im Wald unterwegs, in unserem üblichen Tempo. Du hast geschnüffelt, markiert und vom Weg aus die Gegend erkundet. Etwas ruhiger als normal, aber wer Dich nicht kennt, hätte Dir nichts angemerkt. Einfach essen mochtest Du fast nicht. Heute Morgen hast Du erbrochen und dann gar nichts mehr gegessen. Dein Kot war schwarz verfärbt, da war wohl Blut mit drin. Deine Zunge und Schleimhäute waren so blass, dass sich die Farbe des Zahnfleisches nicht mehr veränderte beim draufdrücken. Dein hilfesuchender Blick und die Verweigerung aufzustehen und spazieren zu gehen liessen mich deutlich wissen, dass es Zeit ist, Dich gehen zu lassen. Wir fuhren ins AOI Center und Frau Flickinger hat mir bestätigt, was ich bereits gewusst habe. Die verabreichten Medikamente kamen nicht gegen die rasante Vermehrung der Krebszellen an. Eine Weiterbehandlung hätte absolut keinen Sinn gemacht. Um 14.15 Uhr bist Du heute in meinen Armen für immer eingeschlafen.

Und nun sitze ich da, ohne Dich, nur 20 Tage nach dem ersten Anzeichen, dass etwas nicht gut ist bei Dir. Es tut so schrecklich weh und ich vermisse Dich so sehr…

Am 18. August 2012 konnte ich Dich in Montreal als zehnwöchigen Welpen in meine Arme schliessen. Es war Liebe auf den ersten Blick…

Du warst so präsent, so überschwänglich, so voller Energie und Fröhlichkeit, hast bei allem was Du gemacht hast 200% gegeben, hast Lebensfreude pur versprüht. Entsprechend gross ist die Lücke, die Du hinterlässt…

6 Jahre, 3 Monate und 24 Tage alt durftest Du nur werden, das ist so unfair…

Du warst immer im Eiltempo unterwegs, nichts ging Dir schnell genug, Du wolltest am liebsten alles auf einmal. Du hast wohl gewusst, dass Dir nur wenig Zeit bleibt…

Wish you were here…

 

 

16. September 2018 – WAH-Schweizermeisterschaft in Beckenried

Das zweite Mal in Folge durften Wish und ich an der WAH-SM starten 🙂 Da ich mich mit Wish in dieser Wassersaison voll auf die Prüfung in der Klasse 4 (Brevet) konzentriert habe und wir zwischen Brevet und SM noch 1,5 Wochen in Südfrankreich in den Ferien waren, blieb nicht mehr viel Zeit für die Vorbereitung. Aber eine Teilnahme an der SM lässt man sich ja nicht entgehen 🙂

Am Vorabend der SM durften wir alle in Beckenried auf dem Unterordnungsplatz eine Stunde trainieren. Das Training lief sehr freundschaftlich ab, alle haben einander geholfen, sei es als Figurant für die Übung „Gegenstand bringen“ oder bei der Vorbereitung der Trainingsanlage für die einzelnen Übungen. Nach der hundesportlichen Einstimmung auf die SM, fand im „Kaffeegädeli“ in Ennetbürgen das Galadinner statt, anlässlich welchem auch die Startnummern ausgelost wurden. Traditionsgemäss liess sich auch der diesjährige Veranstalter, die Swimming Dogs, wieder eine lustige Art einfallen, die Startnummern zu vergeben: Ein mit präparierten Kinderüberraschungseinern gefülltes Plastikhuhn legte auf Knopfdruck ein Ei und darin befand sich dann das Zettelchen mit der Startnummer. Die Swimming Dogs verwöhnten uns mit einem leckeren Fondue Chinoise, das reichhaltige Buffet liess keine Wünsche offen. Auch zum Dessert wurden wir mit verschiedensten Leckereien verwöhnt. Kugelrund und dem Platzen nahe verliessen wir kurz nach 22.00h das Kaffeegädeli, um vor dem grossen Tag noch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen.

Und dann war er da, der grosse Tag!

Wish und ich waren als 7. Team am Start. Wish hat in der Unterordnung sehr aufmerksam gearbeitet, hatte jedoch in der Freifolge vor allem in den Wendungen immer etwas viel Abstand. Beim „Platz, Sitz“ in der Grundposition und beim „Steh aus der Bewegung“ gabs den einen oder anderen kleinen Abzug und bei den Positionen auf Distanz benötigte ich ein Doppelkommando fürs Sitz. Den Gegenstand brachte Wish zielstrebig zur Figurantin, diese machte jedoch keine Anstalten, den Gegenstand gleich entgegenzunehmen, wie dies gemäss Reglement vorgesehen wäre, und so machte sich Wish kurzerhand mit dem Gegenstand wieder auf den Weg zu mir. Ich benötigte zwei zusätzliche Kommandos um ihn erneut zur Figurantin zu schicken und das kostete dann einige Punkte. Bei der letzten Übung, dem „Carré“ lief Wish erstmals an einer Prüfung auf direktem Weg zur Pilone, hielt dort an und wartete auf meine nächste Anweisung. Auf mein Hör- und Sichtzeichen zum Weiterschicken, lief er leider ins falsche Carré und so erhielten wir auch dort nur noch wenige Punkte. Der Richter bewertete unsere Arbeit mit insgesamt 65 Punkten.

Im Wasser war Wish dann im wahrsten Sinne des Wortes wieder voll in seinem Element. Die ersten drei Übungen liefen wunderbar, Wish arbeitete routiniert und zuverlässig. Er holte den bewusstlosen Taucher auf direktem Weg zum Boot, drückte danach mit voller Kraft ab und nahm einen riesen Flug ab dem Boot, um dieses anschliessend an Land zu ziehen. Die beiden Taucher mussten auch nicht lange ausharren, bis Wish bei ihnen war und sie zügig zu mir brachte. Beim Bringen des Rettungsrings zum Taucher, fiel Wish in sein altes Verhalten zurück, schwamm um den Ring und fasste ihn immer wieder an einer anderen Stelle. Als er wieder in Richtung Figurantin schaute, gab ich ihm das dritte Kommando „vor“ und siehe da, er machte sich tatsächlich auf den Weg zur Figurantin und brachte auch diese ans Land zurück! Was für ein Tag! Ich hüpfte gedanklich im Quadrat vor Freude 🙂 Für die Wasserarbeit erhielten wir 186 Punkte, das ergibt ein Gesamtresultat von 251 Punkten, Qualifikation „gut“. Ich freue mich sehr über alle gelungenen Arbeiten, insbesondere dass Wish den Rettungsring zur Figurantin brachte. Und den Rest kriegen wir nun auch noch hin 🙂

Fotos: Irène Wyss – herzlichen Dank dafür!

 

 

12. August 2018 – Wasserarbeitsprüfung in Arbon

Juhuiiiiii, geschafft!!! 😀 Wish und ich haben heute in Arbon das Wasserarbeitsbrevet (WAH Klasse 4) bestanden, ich freue mich so und bin MEEEGA stolz auf meinen Kanadier!!!

Für den Kilometer Distanzschwimmen brauchte Wish knapp 17 Minuten

Unsere Prüfung bestand danach aus folgenden Übungen (6 von 8 möglichen Übungen werden ausgelost, 3 von 4 Apportierübungen und 3 von 4 Bringübungen):

– Einholen eines treibenden Badebootes (Start vom Ufer)
– Einholen eines bewusstlosen Tauchers (Start vom Boot)
– Einholen eines bewusstlosen Tauchers auf Luftmatratze (Start vom Ufer)
– Bringen eines Seils zum Boot (Start vom Ufer)
– Bringen eines aufblasbaren Badebootes zu einem in Not geratenen Taucher (Start vom Ufer)
– Bringen eines Rettungsrings zu einem in Not geratenen Taucher (Start vom Boot)

Die ersten 5 Übungen liefen wie am Schnürchen. Beim Bringen des aufblasbaren Badebootes lief Wish beim Start über das Seil und hatte es anschliessend unter dem Bauch. Das irritierte ihn so sehr, dass er nicht losgeschwommen ist. Ich habe ihn vom Seil „befreit“ und es ihm erneut übergeben, daraufhin hat er auch diese Übung wunderschön absolviert. Die grösste Freude habe ich an unserer letzten Übung, Bringen eines Rettungsrings zu einem in Not geratenen Taucher. Das ist unsere „Sorgenübung“ und ich hatte insgeheim gehofft, dass ich diese nicht ziehe. Und dann hat Wish nach kurzer Zeit den Bringsel genommen und ist mit dem Ring zur Taucherin geschwommen. Mein Herz schlug Purzelbäume…

Unser Resultat: 283 Punkte, SG (sehr gut) AKZ

Vielen herzlichen Dank an meine tolle Trainingsgruppe am Thunersee, an die Trainingsgruppe des KV Murten und natürlich an Christa Wermelinger Ihr alle habt Wish und mich in all den Jahren begleitet und unterstützt und damit zu unserem tollen Erfolg beigetragen!

Vielen herzlichen Dank auch dem Hundesport Arbon, welcher die Prüfung durchgeführt und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat! Wir kommen gerne wieder

Irène hat unsere Prüfung fotografisch festgehalten, vielen herzlichen Dank auch Dir, fürs Begleiten, Fotografieren und überhaupt…

 

 

9. bis 11. Juli 2018 – Wasserarbeitstraining in Écromagny

In aufgestellter und lustiger Runde haben wir in Écromagny unter der fachkundigen Leitung von Christa Wermelinger weitere tolle Wasserarbeitstrainingstage verbracht 🙂 Gearbeitet wird jeweils in ganz kurzen Sequenzen – meistens nur eine, maximal zwei Übungen pro Durchgang – damit der Hund das Gelernte verarbeiten kann. Dies ermöglicht es dann auch, dass man bei Bedarf mehrere Male pro Tag an derselben Übung arbeiten kann, so waren Wish und ich dann meistens mit Rettungsring anzutreffen… 🙂 Auch Chesley kam nicht zu kurz und durfte an beiden Tagen je eine Sequenz mit trainieren. Er hat ohne zu zögern bei Christa Gegenstände abgeholt und dann auch gleich welche mit raus gebracht, um sie bei Christa gegen andere auszutauschen 🙂

Beat Wermelinger hat wieder tolle Fotos gemacht, diese folgen in Kürze.

 

 

24. Juni 2018 – Internationale Hundeausstellung in Aarau

Work meets Show zum Zweiten 🙂

Chesley hat heute an der Internationalen Hundeausstellung in Aarau eine sehr erfreuliche Bewertung erhalten: „Vielversprechend“, 1. Platz und damit ein Ticket für den Ehrenring 😀 Gut, der 1. Platz war sozusagen geschenkt, denn Chesley war der einzige in seiner Gruppe 😉 Aber egal ob 1. Rang und Ehrenring oder nicht, ich freue mich riesig über den tollen Bericht des Richters Günter Wonisch (AT):

7 Monate alter dunkler Rüde, guter Kopf mit gut eingesetztem dunklem Auge, Vorbrust und Brust dem Alter entsprechend, sehr schöner Rücken, korrekte Hinterhandwinkelungen, zeigt schon gute Ansätze in der Bewegung, freundliches Wesen.

Viele Leute haben mich nach der Rasse meines Junghundes gefragt und die Dame im Ehrenring, welche von jedem Hund die Rasse per Mikrophon verkündete, schaute auf Chesley, dann auf ihr Notizblatt, dann wieder auf Chesley, dann wieder auf ihr Notizblatt und stammelte schliesslich mit zögerlicher Stimme „Golden Retriever“

Es war ein erlebnisreicher Tag und Chesley liegt inzwischen relaxt auf dem Rücken und verarbeitet die vielen Eindrücke 🙂

Die Fotos hat Irène Wyss gemacht – vielen Dank!

 

 

23. Juni 2018 – Wasserarbeitstraining

Wish hat in den Trainings jeweils ganz schön viel zu tun, da gibt es Boote mit (und manchmal ohne) Besatzung an Land zu ziehen, in Not geratene und Bewusstlose Taucher zu bergen und sogar regungslos auf Luftmatratzen treibende Personen ans sichere Ufer zu bringen. Die Arbeiten fürs Wasserarbeitsbrevet sind vielfältig und teilweise sehr anspruchsvoll. Umso mehr Spass macht es, diese Schritt für Schritt aufzubauen.

 

 

10. Juni 2018 – Workingtest in Oberwald

Oberwald ist einfach immer wieder eine Reise wert 🙂 Auch dieses Jahr haben Wish und ich am Workingtest in Oberwald teilgenommen. Die Aufgaben waren interessant und der Schwierigkeitsgrad der Klasse Beginner entsprechend.

Bei der ersten Aufgabe gab es zuerst ein Mark über den Fluss, welches Wish nach Freigabe des Richters sofort holen durfte. Wish machte einen kleinen Umweg, am Fotografen vorbei und der Richter witzelte, Wish müsse sich zuerst noch fotografieren lassen. Auf dem Rückweg nahm Wish dann einen direkteren Kurs 🙂 Anschliessend gab es in den gegenüberliegenden Wald ein Mark / Memory. Wish hat schön markiert und auch das Memory nach kurzer Zeit gefunden und apportiert.

Die zweite Aufgabe war ein Mark / Blind hinter einem orangen Plastikzaun, wie sie auf Baustellen verwendet werden. Da ich meinen Hunden grundsätzlich lerne, dass über Zäune springen tabu ist und das deshalb noch nie trainiert habe, war ich sehr gespannt, wie Wish die Aufgabe löst. Wish rannte in gerader Linie auf das Mark zu und sprang über den Zaun, als ob er das täglich machen würde. Auch auf dem Rückweg war der Zaun kein Thema – hopp und drüber war er 🙂 Etwas Mühe hatte Wish mit dem anschliessenden Blind. Nachdem er dieses nicht sofort gefunden hat, hob er mal kurz das Bein und das kostete uns natürlich einige Punkte. Schliesslich fand er das Blind aber und brachte mir auch dieses über den Zaun zurück.

Bei der dritten Aufgabe gab es ein Walk-Up im Zweierteam. Abwechslungsweise wurde für Hund 1 (Labi) bzw. Hund 2 (Wish) ein Mark geworfen, bis jeder Hund zwei Dummies apportiert hatte. Wish hat die Aufgabe super gemeistert, blieb schön ruhig, wenn der andere Hund losgeschickt wurde und setzte sich bis auf einmal unmittelbar nach dem Schuss hin.

Die letzte Aufgabe war ein Doppelmark, wobei das erste Mark hinter einem kleinen Bach an einen Hang geworfen wurde. Das zweitgeworfene durfte Wish zuerst holen und hätte beinahe „vergessen“, es mir abzugeben bevor er sich auf den Weg zum Zweiten machte. Beim zweiten Mark machte ihm dann der dazwischenliegende Bach etwas Mühe, er suchte zuerst vor dem Bach, ich konnte ihn aber mit mehreren Pfeiffkommandos über den Bach weiterschicken und so fand er schliesslich auch dieses Dummy und brachte es mir zurück. Unsere Arbeiten wurden mit insgesamt 69 Punkten bewertet, was der Qualifikation „gut“ entspricht. Auf der Rangliste belegen wir den 7. Rang von 20 Startenden, wobei lediglich 8 Teams den Test bestanden haben. Unser Resultat kann sich also absolut sehen lassen 🙂

Fotos: Kurt A. Schumacher

 

9. Juni 2018 – 6 Jahre Wish

Wie doch die Zeit vergeht! Wish, heute feierst Du bereits Deinen 6. Geburtstag und mir ist es, als sei es gestern gewesen, als ich Dich in Montreal abgeholt habe. Happy Birthday, mein Grosser! Ich wünsche mir von Herzen, dass Du noch lange so fit und beschwerdefrei sein kannst wie bisher.

 

 

6. Juni 2018 – Janniks Geburtstag

Heute sind es 21 Jahre her, seit Du in Willisau zusammen mit 10 Geschwistern zur Welt gekommen bist, mein liebes „Nukli“. Sicher bist Du allen Deinen Geschwistern und auch Jana und Joggo, Deinen Eltern, im Hundehimmel wieder begegnet. Und Du warst mit Deinen fast 15 Jahren wohl einer der letzten, welcher dazu gekommen ist. Ich drück‘ Dich ganz fest und schicke Dir liebevolle „Chräbelis“.

 

13. Mai 2018 – Wurftreffen Limetrees Golden E und F

Heute waren wir bei den Züchtern von Chesley, Susanne Bergendahl und Andreas Häckel, zu einem Wurftreffen eingeladen. Aus dem E- und F-Wurf haben sich je 4 Geschwister wieder gesehen, es war sehr spannend zu sehen, wie sich die Kleinen entwickelt haben. Kurz nach dem Ankommen und Begrüssen haben wir mit den Youngsters einen kleinen Spaziergang gemacht. Unterwegs ist dieses Gruppenbild entstanden:

von links nach rechts: Fjella, Edda, Fiene, Jill (E-Wurf), Frieda, Eyleen, Chesley (F-Wurf) und Elani

Zurück bei Susanne und Andreas im Garten, wurden wir mit leckerem Essen verwöhnt und konnten uns dabei über unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit den kleinen Limetrees austauschen.

Andreas hatte die lustige Idee, dass wir uns mit unseren Junghunden vor der Haustür genau gleich hinstellen könnten wie am Tag, an dem wir sie als Welpen abgeholt hatten. Hier das „Vorher-“ und „Nachher-Bild“ von Chesley 🙂

Danach gab es noch einmal eine Fotosession zusammen mit Hundemama Lotta und Frauchen. Der Grund, weshalb ich auf dem mittleren Bild derart lache ist, dass Lotta kurzerhand aus dem Bild geflitzt ist, nachdem ich ein Dummy geworfen habe um sie aufmerksamer in die Kamera gucken zu lassen 🙂

Es war ein wundervoller Tag, vielen lieben Dank an Susanne und Andreas für den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft!

 

 

 

5. bis 12. Mai 2018 – Wasserarbeitswoche am Waginger See

Bei strahlend schönem Wetter und sommerlichen Temperaturen haben wir am Waginger See die diesjährige Wasserarbeitssaison eingeläutet. Es war wiederum spannend zu sehen, dass jedes Team nach der 7-monatigen Pause einfach dort weiterfahren konnte, wo es am letzten Saisonende aufgehört hat! Aufgrund von Wish’s superguter körperlicher Verfassung und seines Ausbildungsstandes in den Arbeiten der Klasse 4, habe ich nun das Wasserarbeitsbrevet ins Auge gefasst. Wenn alles gut läuft, werden wir dieses gegen Ende dieser Saison absolvieren. Chesley hat erstmals Wasserarbeitsluft geschnuppert. Das Boot fahren hat er von Anfang an genossen und ans Element Wasser hat er sich behutsam herangetastet. In den ersten Tagen hat er fleissig Spielzeuge aus dem Wasser gefischt und gegen Ende der Woche ist er das erste Mal geschwommen 🙂

Es war eine rundum gelungene Woche. Neben dem konzentrierten Trainieren haben wir uns gut unterhalten, viel gelacht und auch gut gegessen. Waging, wir kommen wieder 🙂

Fotos: Corinne Blattmann

 

 

5. Mai 2018 – Jannik

6 Jahre bist Du nun bereits im Hundehimmel, mein lieber Jannik. Ich denke immer noch oft an Dich und unsere wunderschöne gemeinsame Zeit. Wenn wir im Schwarzwald zusammen unterwegs waren, haben immer mal wieder vorbeispazierende Leute gesagt „der sieht aus wie ein grosser Eisbär“. Wenn ich heute das untenstehende Bild anschaue muss ich sagen, das hat irgendwie doch was… Aber ein Eisbär mit viel viel Herz 🙂

 

 

30. April 2018 – Welpengalerie Chesley

Hurraaa, die ClasaArt-Bilder sind da!!! Nun ist die Welpengalerie von Chesley komplett 😀 Obwohl ich selber auch sehr gerne fotografiere, lasse ich die Zeit von Chesleys Aufwachsen zusätzlich mit professionellen Bildern dokumentieren. So kann ich nämlich nach Wunsch auch mit auf die Bilder 🙂 Das nächste Shooting haben wir wenn Chesley 6 Monate alt ist, das geht also schon gar nicht mehr sooo lange…

Hier ein kleiner Einblick in die Shootings, die restlichen Bilder befinden sich in der Bildergalerie unter Bilder Chesley.

 

 

20. März 2018 – HD-Frühdiagnostik

Hip-Hip – Hurraaaaaa!!!
Und das im wahrsten Sinne des Wortes 😀
Ich war mit Chesley heute zur HD-Frühdiagnostik, die Röntgenbilder wurden am wachen stehenden Hund gemacht. Chesleys Hüften sehen super aus, nach heutigem Stand hat er A-Hüften 😀 Ich bin SOWAS von glücklich, das ist wie Geburtstag, Ostern und Weihnachten zusammen 😀
Jetzt heisst es schön so weiter machen 🙂

Ich habe auch ein grosses Lob erhalten, dass Chesley so geduldig in der Stehposition geblieben ist (wir haben fleissig geübt) und seine Beinchen in die ideale Position fürs Röntgen bringen liess, dauerte es doch eine ganze Weile bis alles korrekt eingestellt war und die Bilder gemacht werden konnten. Auch die Röntgenplatte, welche nach seiner Positionierung mit recht lauten Geräuschen knapp über seinem Rücken positioniert wurde, hat ihn keineswegs aus der Ruhe bringen lassen – so ein guter kleiner Mann 😀

 

18. März 2018 – Ausstellung in Münsingen

Work meets Show 😀
Chesley und ich haben uns in den Show-Ring gewagt und erste Ausstellungserfahrungen gesammelt. Es war ein fröhlicher Anlass, Chesley hat sich im Ring sehr freudig gezeigt, alles äusserst spannend gefunden, mich beim führen der Leine unterstützt (er nahm sie zwischendurch in den Mund) und mit dem ganzen Körper gewackelt, als die Richterin auf uns zu kam 🙂 Das Steh hat er sehr schön und auch sehr lange am Stück gezeigt. Es hat riesen Spass gemacht und wir haben einen tollen Richterbericht erhalten:

A raw baby who needs time to fill his frame, a happy boy with nice head, good pigmentation, good length of neck, straight front, good bone, moves happy, needs more practice, gave handler a hard time, moves soundly.

Judge: Hilary Male (GB)

Qualifikation: Versprechend
Platzierung: 2. Platz

Ganz herzlichen Dank an Monika Steffen-Uhler für die Unterstützung und die guten Tips vor und während der Show!
„Es het mega gfägt“ 😀

Fotos: Irene Wyss

 

 

19. Februar 2018 – Chesley

Der kleine Chesley hat sich supergut eingelebt in unserer Familie und er hat schon sehr viel gelernt seit er bei uns ist 🙂 Neuen Dingen und Situationen begegnet er unerschrocken, er ist sehr sicher und erkundet neugierig die Welt. In unserem Hunderudel ist er voll integriert, auf gemeinsamen Spaziergängen mit Irène, Dschinn, Plüsch und Wish läuft er mit, als wäre er schon immer dabei gewesen. Wish spielt sehr schön mit Chesley und ist dabei oft ZU tolerant, sodass ich dann die nötigen Grenzen setzen muss, wenn das Spiel seitens Chesley auszuarten droht. Dschinn setzt Chesley ganz klare Grenzen. In der Wohnung lässt Dschinn noch kein Spiel zu und warnt Chesley, wenn er ihm zu nahe kommt. Chesley akzeptiert diese Grenzen sehr schön! Diese Woche waren wir zum Nachimpfen beim Tierarzt, auch da war Chesley völlig relaxt und liess sich problemlos von Matthias Burri untersuchen – wir haben auch schon fleissig geübt vorher 🙂

 

 

16. Januar 2018 – Herzlich willkommen, kleiner Chesley

Herzlich willkommen in unserer Familie, kleiner Chesley!

Chesley stammt aus der Limetrees Golden Zucht von Susanne Bergendahl und Andreas Häckel in Udorf (Deutschland) und heisst mit vollem Namen Limetrees Golden Flying Chesley. Vielen lieben Dank, Susanne und Andreas, für die tolle Aufzucht und die super Vorbereitung der Welpen auf ihr zukünftiges Leben – Ihr macht das einfach wunderbar! 😀 Und herzlichen Dank, dass Ihr mir diesen kleinen Schatz anvertraut habt! Ich freue mich sehr, ihm die Welt zu zeigen und ihn seinen Interessen entsprechend zu fördern.

Mehr zu Chesley ist auf seiner eigenen Seite zu finden: Chesley

Foto: Andreas Häckel

 

 

10. September 2017 – WAH-Schweizermeisterschaft in Nant

Mein Ziel war es, mit Wish mindestens einmal an einer WAH-SM starten zu können. Dieses Ziel haben wir nun erreicht und so fuhren wir am 10. September 2017 an die WAH-SM des KV Murten.

Anfangs war alles wie immer, ich wie üblich ein wenig „kribelig“. Als das erste Team in die Landarbeit startete stieg in mir die Nervosität von Minute zu Minute und als ich Wish aus dem Auto holte, wusste ich kaum mehr wo mir der Kopf steht. Wish war sichtlich irritiert von meiner ungewohnten Verfassung und probierte mich möglichst zu ignorieren. Eine äusserst ungünstige Voraussetzung für eine erfolgreiche Teamarbeit… Einzig im Laufschritt der Freifolge war Wish voll bei mir und zu meiner Freude rannte er erstmals an einer Prüfung nicht direkt ins Carré sondern zur Pilone – immerhin…

In der Wasserarbeit hat Wish den bewusstlosen Taucher sehr schön zum Boot gebracht, das Boot hat er in einem Bogen an Land gezogen und bei den beiden Tauchern „musste“ er mehrmals kontrollieren, ob sie noch wohlauf sind. Den Rettungsring hat Wish nach mehreren Anläufen dann doch direkt zu mir gebracht, aber das hat mich in dieser Situation alles andere als überrascht.

Unsere erste Schweizermeisterschaft schlossen wir mit 189 Punkten, Qualifikation mangelhaft ab, belegten immerhin nicht den letzten Rang und sind um eine wertvolle Erfahrung reicher. Wish, es tut mir leid, dass ich Dich durch meine Nervosität derart aus der Bahn geworfen habe! Du hast auf jeden Fall alles gegeben, was Du in dieser Situation geben konntest!

 

 

18. Juli 2017 – Fotoshooting mit Beatrice Müller

Und weil es so schön war, gleich noch einmal… 🙂 Nachdem Beatrice Müller im Januar, anlässlich meines Fotokurses bei ihr, bereits ein paar tolle Bilder von Wish gemacht hat, habe ich mich heute mit ihr zu einem Fotoshooting im Grünen verabredet. Liebe Beatrice, vielen herzlichen Dank für die vielen wunderschönen Bilder!

Hier ein paar „Müsterli“, weitere Bilder befinden sich in der Bildergalerie:

 

 

6. Juli 2017 – Fotoshooting mit Claudia Salzmann

Ein lange gehegter Wunsch ging heute endlich in Erfüllung: Ein professionelles Fotoshooting mit Wish! Irène und ich haben uns mit Claudia Salzmann in Aefligen an der Emme verabredet und da nahmen die wundervollen Bilder unserer drei Jungs ihren Lauf… Vielen herzlichen Dank, Claudia, für die genialen Kunstwerke!

Ein paar Müsterli, die weiteren Bilder befinden sich in der Bildergalerie:

 

 

30. Juni bis 2. Juli 2017 – Wasserarbeits-Weekend in Écromagny

Ein weiteres Wasserarbeits-Weekend gehört der Vergangenheit an – schön war’s, wie immer! 🙂 Nach einigen sehr warmen Sommertagen, war uns das Wetter an diesem Wochenende weniger gut gesonnen. Der Holzkohlengrill diente uns am Mittag des ersten Trainingstages nicht nur zum Grillieren des Fleisches, sondern auch zum Aufwärmen der Hände 🙂 Den Hunden haben die bescheidenen Lufttemperaturen und der Regen rein gar nichts ausgemacht, alle haben (teils über)motiviert gearbeitet. Ein herzliches Dankeschön an Christa Wermelinger und Chiara Kuijer fürs Leiten des Trainings und die guten Tipps!

Fotos: Christa Wermelinger

 

 

11. Juni 2017 – Working Test in Oberwald

Nach ziemlich genau einem Jahr sind Wish und ich wieder einmal an einem Working Test gestartet. In Oberwald wurden uns interessante Aufgaben gestellt und ich habe grosse Freude an unserer Arbeit. Zwar haben wir uns bei einem Doppelmark einen Nuller „eingefangen“ – Wish hat das zweite Mark nicht gefunden – aber bei den anderen Arbeiten hat Wish sehr schön und konzentriert gearbeitet.

Eine Doppelaufgabe war am Wasser, für uns momentan noch die grösste Herausforderung. Zuerst wurde ein Doppelmark ins Wasser geworfen und Wish hat mir beide Dummies innerhalb kürzester Zeit aus dem Wasser in die Hand apportiert. Das war schon mal geschafft 🙂 Danach wurde ein weiteres Mark ins Wasser geworfen, worauf ich vom Richter aufgefordert wurde, mich zusammen mit Wish umzudrehen und ihm zu folgen. Da wurde es schon ein wenig schwieriger, Wish hat einen Moment gebraucht, bis er sich vom Dummy wegdrehen konnte. Nach dem Walkup dem Ufer entlang durfte ich Wish aus dieser neuen Position aufs Dummy schicken. Während er auf dem Rückweg war, hat der Richter ein Verleitdummy etwa 5 Meter neben Wish ins Wasser geworfen. Wish hat es schön markiert und ist weiter auf mich zugeschwommen. Leider hat er direkt vor mir das Dummy kurz auf den Boden gelegt um es besser zu fassen. Das Verleitdummy hat er dann aber wieder direkt in meine Hand apportiert 🙂

Von 11 gestarteten Teams haben in der Klasse Beginner nur 3 bestanden und Wish und ich sind mit unserem Nuller doch immerhin noch auf Platz 6 🙂

 

 

9. Juni 2017 – Happy Birthday Wish

Alles Liebe zum Geburtstag „little big Boy“, mein goldener Turbo! Bleib so fröhlich und aufgestellt wie Du bist! Seit bald 5 Jahren bereicherst Du mein Leben und ich geniesse jeden einzelnen Tag mit Dir. Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Gesundheit und hoffe, dass uns noch viele gemeinsame Jahre bevorstehen.

6. Juni 2017 – Jannik, *6.6.1997

Vor 20 Jahren bist Du zur Welt gekommen, mein lieber Jannik. Ich schicke Dir einen liebevollen Knuddler in den Hundehimmel. Auf dem Foto, welches ich heute in Zollikofen gemacht habe, ist oben rechts ein Wolkenherz zu sehen, das ist bestimmt für Dich gedacht 🙂

 

 

3. bis 5. Juni 2017 – Dummytraining in Todtmoos

Schwarzwald einmal anderswo. Über Pfingsten durften Wish und ich am Dummytraining von Ueli Tschumi teilnehmen. Der Weg führte uns in die schöne Gegend von Todtmoos. Ein romantisches Schwarzwaldhotel mit gemütlich eingerichteten Zimmern und äusserst köstlicher Küche sowie abwechslungsreiches Gelände bieten in Todtmoos die besten Voraussetzungen für rundum gelungene Trainings. Mit Ueli und Daniela Tschumi durfte ich in diesen Tagen zwei tolle Menschen näher kennenlernen und unter den Trainingsteilnehmern ein paar neue, interessante Bekanntschaften schliessen.

Fotos von Wish und mir: Irene Bernhard

 

5. Mai 2017 – Jannik

Lieber Jannik
Heute vor fünf Jahren bist Du über die Regenbogenbrücke gegangen. Du wirst mir immer fehlen, aber ich bin überzeugt, dass wir uns irgendwann wieder begegnen werden. Vor ein paar Tagen habe ich grad wieder von Dir geträumt – Du bist bestimmt nicht weit…

5. Mai 2012 – Foto: Irène Wyss

 

27. bis 30. April 2017 – Dummyseminar in Oberwald

Bereits zum 4. Mal durften Wish und ich am Dummyseminar in Oberwald, geleitet von Susanne Moll und Malu Kluser teilnehmen. Nicole Farronato war diesen Frühling nicht mit dabei, sie hat zu Hause die letzten Tage mit ihrem M-Wurf verbracht.

Am Tag unserer Anreise kehrte in Oberwald nochmals der Winter ein, am Donnerstagnachmittag begann es zu schneien und am Freitagmorgen begrüsste uns die Landschaft dann ganz in weiss 🙂 Nach den ersten zwei Trainingstagen im Schnee schien ab Samstag wieder die Sonne und brachte den Schnee in Windeseile zum Schmelzen.

Die Trainings waren wie immer sehr interessant und lehrreich. Mit Susanne arbeiteten wir Markings, Memories, Blinds und Feinsuchen auf meist sehr grosse Distanzen und bei Malu waren Steadynessübungen, Festigung des Stopp-Pfiffs und Fussarbeit auf dem Programm. So kam es dann, dass unsere Hunde in einer Traingseinheit bei Malu nicht ein einziges Dummy im Mund hatten, obwohl bei jeder Übung meist mehrere Dummies „im Spiel“ waren. Während Wish noch vor zwei Jahren lauthals protestierte, wenn ein Dummy flog und ein anderer Hund es holen durfte, kann er inzwischen ruhig und konzentriert zuschauen bis er an der Reihe ist. Wir haben also schon grosse Fortschritte gemacht 🙂

Fotos: Irène Wyss

 

 

7. bis 9. April 2017 – Dummy-Training im Schwarzwald

An diesem schönen Frühlingswochenende habe ich das erste Mal einen Dummy-Trainingskurs im Schwarzwald durchgeführt. Den Zwei- und Vierbeinern hat es sichtlich Spass gemacht. Wish durfte ebenfalls mittrainieren, ich nehme deshalb maximal 5 Teams in die Gruppe. Das vielseitige Gelände – Feld, Wald und ein kleiner Teich – ist geradezu ideal für die Dummy-Arbeit 🙂

Das Gruppenfoto hat Irène Wyss gemacht, vielen Dank!

 

 

19. bis 24. März 2017 – Obedience-Kurswoche im Schwarzwald

Bei perfektem „Hündeler-Wetter“ – kühl aber trocken – verbrachten wir eine wunderschöne Woche im Schwarzwald. Konzentiertes, freudiges Trainieren, eine kompetente und sehr erfahrene Kursleiterin, fröhliche Stimmung in der Gruppe, entspannende Spaziergänge durch den Wald, interessante Gespräche bei feinem Essen und eine ideale Infrastruktur machten diese Kurswoche zu einem tollen Erlebnis. Herzlichen Dank an Irène Wyss, für die lehrreichen Trainings!

Hier ein paar Eindrücke aus den Trainings, mit einem herzlichen Dank an die Fotografin, Nadine Haberstich:

 

 

24. Februar 2017 – Wish erhält 12 weitere Gold-Implantate

Wish hatte bereits vier mal eine Wasserrute, letztmals in diesem Januar, nachdem er eine knappe halbe Stunde im Tiefschnee herumgetobt ist. Die Wasserrute ist nach wie vor nicht wirklich erforscht, weil sie sehr selten vorkommt und betroffene Hunde in den meisten Fällen nur ein einziges Mal an dieser äusserst schmerzhaften Erkrankung leiden. Wish gehört leider nicht zu „den meisten Fällen“… Da die Wasserrute ein entzündlicher Prozess ist, kam mir auf einmal der Gedanke, dass Goldimplantate am Rutenansatz weitere Wasserruten vermeiden könnten. Eine Anfrage bei Frau Dr. Horch in Schweinfurt bestätigte mir meine Annahme! Ich musste nicht lange überlegen, rief in Schweinfurt an und erhielt einen Termin für den 24. Februar 2017.

Im Tiergesundheitszentrum Schweinfurt angekommen, erhielt ich zuerst ausführliche schriftliche Informationen und musste verschiedene Fragen zu Wishs Gesundheitszustand beantworten. Anschliessend wurden wir ins Behandlungszimmer gebeten, wo uns kurze Zeit später Frau Horch begrüsste. Die Freude des Wiedersehens war gegenseitig und Wish kriegte sich fast nicht mehr ein, als er Frau Horch sah 🙂 Frau Horch war begeistert von Wishs Verfassung! Sie machte eine Gangbildanalyse im Langsamschritt, Normalschritt und Laufschritt und stellte keinerlei Auffälligkeiten fest. Wish hat in den vergangenen Wochen das rechte Hinterbein stark entlastet, aber auch davon war nun absolut nichts mehr zu sehen. Im Behandlungsraum wurde Wish von Frau Horch „von Zehen bis Schwanzspitze“ untersucht, sie hat jedes Gelenk abgetastet und dessen Beweglichkeit getestet. Wish konnte sich auf einmal so entspannen, dass er auf dem Behandlungstisch fast eingeschlafen ist! Und das, obwohl ihm der Behandlungstisch eigentlich nicht behagt – der könnte ja wackelig sein…! Auch beim Untersuchen der Gelenke konnte Frau Horch nur Positives berichten, Wish habe keine Bewegungseinschränkungen, die Gelenke fühlten sich normal an und die Bemuskelung von Wish sei genial! Frau Horch machte mir ein grosses Kompliment für den Muskelaufbau von Wish und im Besonderen für sein super Gewicht, da sei wirklich kein Gramm fett zu spüren und genau so sollte es sein! 🙂

Fotos: Irène Wyss

Nach der Untersuchung kriegte Wish einen Venenzugang und anschliessend spritzte Frau Horch ihm das Narkosemittel. Die Goldimplantation dauerte nicht lange, nach einer guten Stunde konnten wir Wish bereits wieder abholen. Frau Horch zeigte uns auf dem Röntgenbild die Implantate, 12 Stück wurden Wish im Bereich des Rutenansatzes eingesetzt. Nun ist er Besitzer von insgesamt 56 Berlock-Implantaten und übrigens der erste Hund, welcher wegen mehrfachem Auftreten einer Wasserrute Goldimplantate erhalten hat. Gerne werde ich in einiger Zeit berichten, ob sie die erhoffte Wirkung zeigen!

Auf dem Röntgenbild sind „so nebenbei“ auch beide Hüftgelenke zu sehen und diese weisen keinerlei arthrotische Veränderungen auf!!! 🙂

 

 

17. Februar 2017 – Hundemassagekurs

Der heutige Abend Stand ganz im Zeichen von Wellness und Entspannung! Wir besuchten einen Hundemassage-Kurs bei Sandra Brunner, dipl. Hundephysiotherapeutin. Neben den verschiedenen Massagetechniken „Streichungen“, „Knetungen“, „Rollungen“, „Zirkelungen“, „Schüttelungen“ und „Lösung von Verklebungen“ hat uns Sandra auch mehrere Wärmeanwendungen gezeigt. Wish hat die Massagen sichtlich genossen und konnte sich nach anfänglicher Hektik und Aufregung dann wunderbar entspannen 🙂

Herzlichen Dank an Sandra Brunner für diesen lehrreichen Abend!

Fotos: Monika Wenger

 

 

15. Februar 2017 – Neuer Webauftritt

In den letzten Wochen habe ich an meinem neuen Webauftritt gearbeitet und heute ist nun der grosse Tag gekommen: Die Website wurde aufgeschaltet 🙂 Herzlichen Dank an Nadine Gfeller-Steffen für die Unterstützung und die wertvollen Tipps!

Meine neue Website ist „responsive“, das bedeutet, dass sie auch auf Smartphones, Tablets usw. toll aussieht, weil sich die Darstellung automatisch dem betreffenden Endgerät anpasst 🙂

 

 

27. August 2016 – Wasserarbeitsprüfung in Neuenburg

Wasserarbeitshundeprüfung Klasse 3 zum Dritten 🙂 Wish und ich sind in Neuenburg gestartet. Und juppiiiiiie!!! Wish ist heute das erste Mal an einer Prüfung mit dem Ring zum Ertrinkenden geschwommen! Zwar musste ich ihm noch viel helfen, aber er hat die Übung letztendlich erfolgreich ausführen können. Aber beginnen wir von vorne: In der Landarbeit liess sich Wish immer mal wieder ablenken, hat ansonsten aber freudig gearbeitet. Der Richter bewertete unsere Arbeit mit 77 Punkten. Im Wasser hat Wish den bewusstlosen Taucher einwandfrei zum Boot gezogen. Beim Boot an Land ziehen brauchte Wish einen Moment um sich zu orientieren und hat dann zielgerichtet das Ufer angepeilt. Zu den beiden Tauchern ist Wish in seinem gewohnt schnellen Tempo geschwommen, hat sie umrundet und an Land gebracht. Für die Wasserarbeit erhielten wir 186 Punkte, das ergibt das Gesamtresultat von 263 Punkten, G AKZ. Und nochmals juppiiiiiie!!! Damit haben wir ein Qualifikationsresultat für die WAH-Schweizermeisterschaft 2017 und sind in der Klasse 4 startberechtigt 🙂

Fotos: Irène Wyss

 

 

20. August 2016 – Wasserarbeitsprüfung in Stäfa

Heute führte der SC OG Zürichsee in Stäfa eine Wasserarbeitshundeprüfung durch. Wish und ich sind das zweite Mal in der Klasse 3 gestartet und wir konnten uns im Vergleich zur ersten Prüfung schon etwas steigern: Die Unterordnung haben wir mit exakt 70 Punkten bestanden und im Wasser konnten wir neben dem Einbringen des bewusstlosen Tauchers und dem Boot ans Land ziehen auch die Übung mit den beiden Tauchern erfolgreich absolvieren. Bei der letzten Übung, Bringen des Rettungsrings, blieb mir der Ring beim Werfen an der Hand hängen und flog deshalb sehr weit nach links, mitten in eine Entenschar – entschuldigt vielmals, liebe Enten! Wish hat trotzdem den Ring heute bereits schneller angenommen als an der ersten Prüfung, fand aber den Weg zum Taucher schliesslich nicht, bevor der Richter die Übung abgebrochen hat. Wir erhielten insgesamt 192 Punkte, Qualifikation „mangelhaft“ und kennen unsere Hausaufgaben 🙂

 

 

14. August 2016 – Lang lang ist’s her…

Lang lang ist’s her… Aber ja, uns gibt es noch!!! 🙂 Seit letztem Herbst verbrachte ich mehr Zeit im Büro als zu Hause. Die verbleibende Freizeit gehörte deshalb vollumfänglich meinem Vierbeiner Wish. Er kennt meinen Arbeitsplatz nun auch sehr gut, an Wochenenden wurde er nicht selten zum Bürohund. Es blieb keine Zeit zum Website aktualisieren. Aber nun sind wir wieder „online“ und schreiben regelmässig, was bei uns so läuft 🙂

Hier ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr: Nachdem wir am 28. Juni 2015 die Wasserarbeitshundeprüfung (WAH) Klasse 2 in Nant mit 277 Punkten, Qualifikation „sehr gut“ bestanden haben (siehe News-Eintrag vom 28. Juni 2015), konnten wir dieses Resultat an der WAH-Prüfung vom 19. September 2015 in Unterägeri mit 275 Punkten, Qualifikation „sehr gut“ bestätigen und haben damit die Klasse 2 abgeschlossen.

Am 24. Oktober 2015 sind wir anlässlich des Heart of Switzerland in Udligenswil am Workingtest in der Klasse Einsteiger gestartet. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass wir in der falschen Klasse gelandet sind, die Aufgaben waren ungewöhnlich schwierig gestellt. Ich dachte zuerst noch „gut, Du bist in dieser Sparte ziemlich neu und hast vielleicht noch nicht so den Überblick, was den Schwierigkeitsgrad in den einzelnen Klassen angeht“, aber dann wurde mir mein Eindruck von verschiedenen erfahrenen Working Test Absolventen bestätigt. Wish hat 4 der 6 anspruchsvollen Aufgaben mit nur wenig Punkteabzug gemeistert, zwei resultierten in einer Nullrunde, was zum Nichtbestehen des Working Tests führte. Mit unserem Resultat waren wir aber bei weitem nicht alleine, von 40 gestarteten Teams haben gerade mal 16, also weniger als die Hälfte bestanden!

Um herauszufinden, ob der Working Test in Udligenswil vom hohen Schwierigkeitsgrad her eine Ausnahme war, meldete ich Wish und mich zum Working Test vom 12. März 2016 in Werdenberg an. Und wieder waren die Aufgaben ungewohnt schwierig gestellt, sodass wir nicht ohne Nullrunde durchgekommen sind. Der erhöhte Schwierigkeitsgrad widerspiegelte sich auch hier ganz deutlich in den Resultaten: Von 35 Gestarteten haben lediglich die Hälfte bestanden. Das heisst für mich nun, dass ich Wish zuerst weiter ausbilde, bevor wir wieder an einem Working Test starten.

Ende April 2016 haben Wish und ich in Écromagny die Wasserarbeitssaison begonnen. Es war sehr kalt an diesem Wochenende, am Morgen gerade mal 6° und der See gefühlte 10° kälter… Trotzdem hat es allen Teams Spass gemacht und wir konnten wie immer viele gute Trainingstipps mit nach Hause nehmen 🙂 Am 26. Juni 2016 war die erste Wasserarbeitshundeprüfung und die einzige vor der diesjährigen Schweizermeisterschaft. Nach dem Motto „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, bin ich mit Wish am 26. Juni das erste Mal in der Klasse 3 gestartet. In der Landarbeit hat Wish das Carré nicht gefunden und im Wasser brachte ihn ein auf dem Wasser treibendes, glitzerndes Schilfrohr aus dem Konzept, als er zu den beiden Tauchern hätte schwimmen sollen. Den Rettungsring brachte er direkt mir zurück, anstatt zuerst zum Ertrinkenden zu schwimmen. Fürs Einbringen des bewusstlosen Tauchers kriegten wir die volle Punktzahl und fürs Boot an Land ziehen gabs nur wenig Abzug. Resultat 156 Punkte, Qualifikation „mangelhaft“. Fazit: Gewagt ja, gewonnen nein, wir trainieren fleissig weiter 🙂

 

 

29. August 2015 – Working Test in Aarau

Nach der bestandenen Einsteigerprüfung am Working Test vom 7. Juni 2015 in Oberwald, sind wir heute beim Retriever Club Nordwestschweiz in Aarau in der Klasse Beginner gestartet und haben damit den ersten Eintrag in unser Jagdliches Leistungsheft bekommen: 77 Punkte, Qualifikation „G“

Die Richter stellten uns 5 interessante Aufgaben:

Einfaches Marking, gefolgt von einem an der selben Stelle nachgelegten Blind. Das Marking hat Wish souverän gearbeitet, wir erhielten 19 von 20 Punkten. Aufgrund eines Missverständnisses habe ich Wish direkt nach der Rückkehr und der Übergabe des Dummies wieder losgeschickt, dabei hätte der Schütze vorher nochmals einen Schuss abgegeben um die Übung zu erleichtern. Abzug gabs fürs vorzeitige Losschicken nicht, denn ich machte die Übung damit ja schwieriger. Aber Wish hat sich ziemlich weit weg von der Suchstelle entfernt und ich hätte ihn viel früher „zurückholen“ sollen. Schliesslich fand er das Dummy und brachte es mir auf direktem Weg zurück. Diese Übung wurde mit 10 von 20 Punkten bewertet.

Einfaches Marking, welches Wish perfekt gearbeitet hat, wir kriegten die volle Punktzahl – 20 Punkte

Suche, für welche man den Hund zuerst ca. 30 Meter voran schicken und ihm dann das Signal zum Suchen geben musste. Es waren 3 Dummies versteckt, welche zweimal beschossen wurden bevor man den Hund losschickte. Der Hund musste nacheinander zwei der drei Dummies suchen und apportieren. Wish lief beide Male übers Suchgebiet hinaus und ich musste ihn mehrmals wieder ins Suchgebiet zurück „dirigieren“. Letztendlich hat er aber zwei Dummies gefunden und apportiert. Für diese Arbeit erhielten wir 10 von 20 Punkten.

Einfaches Marking auf eine Sandbank inmitten der Aare. Wish sprang auf mein Kommando ins Wasser, überquerte die Aare, rannte zielstrebig zum Dummy, nahm das Dummy auf und machte sich unverzüglich auf den Rückweg. Als er während dem Schwimmen auf einmal die Fotografin anpeilte, gab ich ihm einen Rückpfiff, auf welchen er seinen Kurs wieder in meine Richtung änderte 🙂 Wish übergab mir das Dummy direkt in die Hand *freu* und so erhielten wir für diese Aufgabe 18 von 20 Punkten.

Fotos: Doris Caspar